Angst vor der Geburt durch unterdrückte Gefühle

 

 

Eine frühere Geburt kann eine bevorstehende tragen oder sie mit Angst überschatten.

Unerlöste Gefühle wie Angst, Unsicherheit, Hilflosigkeit,Scham und meist auch Schuld können eine weitere Geburt oft nicht in Liebe und Geborgenheit stattfinden lassen.

Heile deine früheren Geburten und lasse dich auf das neue Erlebnis ein.


Meine erste Geburt war für mich nicht so wie ich mir das vorgestellt hatte. Hier kannst du es nachlesen, ich habe es in einem anderen Artikel aufgeschrieben.

Als ich ein zweites Mal schwanger wurde ging ich mit gemsichten Gefühlen durch diese Schwangerschaft.

Die Erinnerungen an den Kreissaal, an die Stimmung und an die Vorgehensweise waren nach über 2 Jahren plötzlich so nah da. Hatte ich sie doch so schön weit weg von mir weg geschoben um sie nicht mehr ertragen zu müssen.

Der Tag des errechneten Geburtstermins rückte immer näher und es tat sich rein gar nichts. Nichts lies darauf schliesen das dieses Kind jemals aus mir heraus wollte.

Durch Akkupunktur tat sich dann genau am errechneten Termin doch etwas.

Wir fuhren in Krankenhaus und da war sie . Diese Angst.

Angst wieder so behandelt zu werden, wieder nichts entscheiden zu können. Die Angst das wieder etwas passiert was ich nicht möchte.


Die Geburt begann und die Herztöne sackten bei jeder Wehe ab. Für einen Kaiserschnitt war es zu spät, das Kind bereits zu tief im Geburtskanal.  Panik und Angst erfassten mich. Hilflosigkeit machte sich breit.

Also Wehentropf angelegt um das Kind schnell heraus zubekommen. Die Hebamme lag bei jeder Wehe mit ihrem ganzen Gewicht auf meinem Bauch. Alles half nichts.

Nicht das die Angst um mein Kind nicht schon groß genug gewesen wäre. Nein die Angst wieder solche Schmerzen eines Dammschnittes zu bekommen waren viel zu groß als das ich dieses Kind selbst herauspressen konnte.

Der gerufene Arzt musste die Saugglocke ansetzten und ziehen.

Kein Dammschnitt aber Schmerzen die durch den Wehentropf und durch meine Gedanken und diese Angst einfach nur betäubend waren.

Ich war gefangen in einem Horrorfilm und woltle nur aussteigen. Den Film anhalten.

 


Mein Sohn war da


Er wurde geboren und er sah nicht aus wie ein Baby. Er war LILA und er war leblos. Er hing in den Händen der Hebamme und machte keine Bewegung und er gab auch keinen einzigen kleinen Laut von sich.

Dieses Bild werden ich mein Leben lang nie vergessen und diese unsagbar schlimme Angst was mit diesem Kind nun ist.

Atmet er? LEBT ER?


Er atmete, naja er wimmerte. Ja er lebte. Farbe kam in den Körper.

Der kleine Mann wurde sofort auf die Station mitgenommen. Kein kuscheln, kein erstes Kennelernen.

Weg war er und wir alleine.

Alleine mit unseren Sorgen und unserer immer noch anhaltenden Angst. Sie wollte einfach nicht aus diesem Geburtsraum hinaustreten.

Keiner redete mit uns, der Betrieb musste weiter gehen. Im Kreissaal neben uns hörten wir schon das nächste Baby schreihen.

Nach zwei Stunden wollte ich wissen wo mein Kind ist und wie es ihm geht. Der Schock über all das hatte mich vorher weder denken noch handeln lassen.

Unser Sohn kam wegen der  Vermutung einer Hirnblutung in die Kinderklinik, die sich nicht in der Nähe der Krankehausen befand.

Ich wurde nicht sofort entlassen, obwohl ich es wollte. Den Grund warum ich bleiben musste kenne ich bis heute nicht.

Unserem Sohn ging es aber in der Klinik mehr als gut, alle Untersuchungen waren zufriedenstellend und ohne jedlichen Befund.


Jetzt ist das Kind gesund und wir dürfen nach Hause. Jetzt ist es ja vorbei.


JETZT begann innerlich erst der schlimmste Teil.

Vorwürfe über Vorwürfe, Schuld die ich auf mich nahm versagt zu haben, ohne jedlichen Grund. Hätte ich es anders machen können? Hätte der Arzt mir nur keine Angst gemacht. All diese Anschuldigungen schmiss ich mir und anderen in Gedanken vor die Füße. Keiner ahnte das in mir so ein Kanpf entstand und tobte.

Im Außen sah alles ganz prima aus. Das Baby schlief nur ich schaffte all meine Aufgaben als Mutter und Hausfrau und die Welt war für alle in Ordnung.


Der tropfen der das fass zum überlaufen brachte...


Meine Tante bekam ihr erstes Kind knapp 5 Monate danach. Ich besuchte sie im Krankenhaus und lies mir die tolle Wassergeburt die sie hatte erzählen und freute mich für sie. Auch für mich freute ich mich, endlich jemand der eine tolle Geburt erleben durfte.

Zu hause angekommen, merkte ich plötzlich das sich in mir etwas losgelöst hatte. Eine Welle der Emotionen die ich fünf Monate unterdrückt hatte rollte in mir heran. Ohne eine Möglichkeit diese Welle zu stoppen lies ich es passieren, lies mich überrollen. Ich weinte diese Tränen die schon so lange geweint werden wollten. All diese Erlebnisse wurden so nach oben gespült und ein Teil davon herausgewaschen.

Ich nahm mein Kind in den Arm und weinte. In diesem Moment fühlte es sich an als ob wir uns beide gegenseitig trösteten. Ich ihn weil er so geboren wurde und er mich weil ich es so erleben musste.

Es tat so gut. All die Schuld abfliesen zu lassen. Ich musste sie nicht mehr tragen, es wurde Stück für Stück leichter.

All diese Emotionen die ich unterdrücken musste, weil sie ja niemand sehen will und auch niemand es erlaubt das sie da sein dürfen, kamen hoch und durften gehen, weil sie einfach nur noch einmal anerkannt werden wollten.

es ist nichts falsch an deinen gefühlen

Auch heute wenn ich diese Zeilen schreibe kommt noch ein kleiner Anflug von unterdrückten Gefühlen bei mir an. Ich spüre sie und ich sage ihnen ganz freundlich hallo. Sie sind in mir und ein Teil von mir.

Deine Gefühle wollen nur da sein, sie wollen das du sie ansiehst und annimmst. Käpfe nicht gegen sie an, in diesem Moment kämpfst du gegen dich selbst an.  Sei liebevoll mit dir. Erlaube dir liebvoll zu sein.


Schreib mir doch deine Erfahrungen zu diesem Thema. Teile den Beitrag auch gerne mit Menschen die ihn brauchen könnten.

Niemand ist alleine und niemand muss den Weg durch seine Emotionen und Gefühle alleine gehen.

Alles liebe wünsche ich dir

 

Falls du jemanden brauchst der dir dabei hilft deine Emotionen anzunehmen und das Erlebte anzunehmen,  schau dir gerne mein Coaching Angebot dazu an.

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